Moderne Phytotherapie: Die 30 besten Heilpflanzen


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Moderne Phytotherapie: Die 30 besten Heilpflanzen

Beitrag#1von Patricia » Do 23. Okt 2014, 22:36

Moderne Phytotherapie: Die 30 besten Heilpflanzen
(Aus *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. *** )

"Die Geschichte der Pflanzenheilkunde ist viele tausend Jahre alt. Seit Anbeginn der Menschheit – bis auf unsere Zeit – gilt die Phytotherapie als wichtigste Heilkunst und gehört zu den klassischen Naturheilverfahren.

Eine Heilpflanze (oder Drogenpflanze, Giftpflanze, Arzneipflanze und Heilkraut) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Der Erfahrungsschatz über den Umgang mit Drogenpflanzen dürfte mit zu den frühesten Erkenntnissen oraler Tradition (mündliche Überlieferung) gehören. Alle in den letzten 200 Jahren aufgefundenen und erforschten oder wenigstens beschriebenen Stämme von Jägern und Sammlern wenden bei medizinischen Problemen auch Pflanzen zur Heilung an.

Der Mann vom Hauslabjoch, allgemein bekannt als Ötzi, eine etwa 5300 Jahre alte Gletschermumie aus der ausgehenden Jungsteinzeit (Neolithikum) bzw. der Kupferzeit (Eneolithikum, Chalkolithikum), führte Birkenporlinge vermutlich als Heilmittel mit sich.

Die Nutzung von Pflanzen mit der Absicht der Heilung lässt sich bereits in frühesten Schichten babylonischer, altägyptischer, indischer (Hymnen des Rig Veda) oder chinesischer Texte nachweisen, aber auch der ausdrückliche Anbau von Heilkräutern.

Das bekannteste Zeugnis dieser ältesten Aufzeichnungen medizinischer Bemühungen mit zahlreichen Beispielen für Heilpflanzen und deren Anwendung ist das Papyrus Ebers das im letzten Viertel des sechzehnten Jahrhunderts vor Christus des alten Ägypten verfasst wurde.

Der Grieche Dioskurides beschrieb im 1. Jahrhundert zahlreiche Heilpflanzen und deren Anwendungen. Der Zusammenhang zwischen Nahrung und Arznei wurde insbesondere in der orientalischen Heilkunst schon früh erkannt, und dementsprechend finden sich zahlreiche Hinweise in den Medizinbüchern des Orients, etwa bei Ibn Sina (Avicenna) um 1000 n. Chr.

Während des Mittelalters erfolgte der Anbau, die Beschreibung und Anwendung von Heilpflanzen vor allem durch Klostermönche. Der spanisch-arabische Arzt und Botaniker Abu Muhammad Ibn al-Baitar beschrieb um 1230 im Kitab al-gami über 1400 pflanzliche Heilmittel und ihre Rezepturen.

Leonhard Fuchs veröffentlichte 1543 mit dem New Kreüterbuch eines der wichtigsten Kräuterbücher in deutscher Sprache, das zahlreiche Arzneipflanzen abbildet und ihre Wirkung beschreibt.

Zu den Wegbereitern der modernen Phytotherapie gehören auch die Bücher des Schweizer Kräuterpfarrers Johann Künzle (1857-1945).

Sonnenhut

Da er das Immunsystem stimuliert, ist er häufig Bestandteil von Präparaten zur Vorbeugung von Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten.

Weissdorn

Das wichtigste Herzstärkungsmittel im Pflanzenbereich. Seine Wirksamkeit wurde in mehreren Studien belegt.

Nachtkerze

Das fetthaltige Öl der Samen beruhigt empfindliche Haut und kann sogar Neurodemitis lindern.Präparate gibt es sowohl zur innerlichen als auch zur äußerlichen Anwendung.

Rosskastanie

Ihre Wirkstoffe stärken die Gefäße, vor allem die Venen. Da sie gleichzeitig entwässern und die Durchblutung fördern, können sie Krampfadern und Hämorrhoiden vorbeugen.

Lavendel

Innerlich wie äußerlich wirken seine ätherischen Öle beruhigend, entspannend und schlaffördernd.

Passionsblume

Nervosität und Schlafstörungen sind die Haupteinsatzgebiete dieser Pflanze. Die Früchte der essbaren Varianten kennt man als “Maracuja”.

Gelber Enzian

Die Gebirgspflanze kann bis zu 60 Jahr alt werden und steht unter Naturschutz. Bitterstoffe und andere heilende Substanzen aus ihrer Wurzel lindern Magen-beschwerden.

Traubensilberkerze

Studien belegen, dass Extrakte aus dem Wurzelstock hormonähnliche Wirkungen haben und Beschwerden in den Wechseljahren lindern können.

Frauenmantel

Es wirkt gegen typische Frauenleiden wie Menstruations- und Wechseljahrbeschwerden (z.B. Hitzewallungen).

Schlüsselblume

Auch bekannt als “Primel”. Der Frühlingsbote hilft bei Erkältungen, da seine Inhalts-stoffe festsitzenden Schleim in den Atemwegen lösen.

“Im Herbst verkauft man Obst, im Frühling – Medizin.” Chinesisches Sprichwort

Wasserdost

Stimuliert das Immunsystem, vor allem bei Erkältungskrankheiten. Wirkt am besten, wenn man die Präparate schon bem ersten Anzeichen der Infektion nimmt.

Arnika

Der schnelle Sanitäter bei Prellungen, Schwellungen, Venenentzündungen: Ihr Inhalts-stoff Helenalin wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend und desinfizierend.

Eukalyptus

Bewährte Anti-Erkältungs-Pflanze: Ihr ätherisches Öl hemmt das Wachstum von Bakterien und Viren, verflüssigt Schleim und entkrampft.

Mariendistel

Schon im 19. Jahrhundert entdeckten Ärzte, dass ihre Früchte die Leber stärken. Wegen zu geringer Wirkstoffkonzentration in Tees nur als Fertigpräparat verwenden.

Thymian

Entkrampft, löst bei Husten den Schleim, bremst das Wachstum von Bakterien und Viren.

Mistel

Die wichtigste Pflanze zur Begleittherapie bei Krebs. Wirkt u.a. auf den Zellstoffwechsel. Auch Bestandteil von Herz-Kreislauf-Präparaten.

Kamille

Ihr ätherisches Öl wirkt krampflösend und entzündungshemmend. Sowohl innerlich (z.B. bei Magenproblemen) als auch äußerlich (z.B. bei Wunden, Mundentzündungen) hilfreich.

Brennnessel

Gut für eine Entwässerungskur, denn sie liefert harntreibendes Kalium sowie Flavonoide. Auch zur Behandlung von rheumatischen Beschwerden.

Beinweill

Hat äußerlich angewendet eine abschwellende Wirkung, regt die Neubildung von Zellen an. Unterstützt als Salbe die Heilung von Zerrungen, Verstauchungen, Verrenkungen, Blutergüssen, Wunden und Geschwüren.

Bärentraube

Bewährt bei Blasen- und Nierenentzündungen: Die Blätter enthalten Arbutin, das in den Harnwegen antibakteriell wirkt.

Eisenhut

Eine der giftigsten unserer Wiesenblumen. In homöopathischen Zubereitungen aber heilsam bei Nervenschmerzen, Ischias, Fieber und Erkältung.

„Alle Dinge sind Gift und nichts ohne Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.“ Paracelsus

Königskerze

Die Blüten der bis zu zwei Meter hohen Blume enthalten Schleimstoffe, die sich als schützender Film über die Schleimhäute in Mund und Rachen legen und so trockenen Reizhusten lindern können.

Hopfen

Beruhigend und schlaffördernd. Er regt durch seinen Bitterstoff aber auch Appetit und Verdauung an.

Johanniskraut

Eine der wichtigsten Pflanzenarzneien gegen depressive Verstimmungen. Kuriert aber auch leichte Verbrennungen und Wunden.

Eibisch

Die Wurzel des Malvengewächses liefert Schleimstoffe, die Entzündungen hemmen (z.B. in Magen, Mundraum, Atemwegen).

Baldrian

War bereits in der Antike als Beruhigungs- und Einschlafmittel bekannt. Pflanzliche Alternative zu chemischen Schlafmitteln.

Augentrost

Der Name verrät es: Die Wiesenpflanze hilft bei Augenproblemen wie Entzündungen, Gerstenkorn, Müdigkeit und Brennen.

Sonnentau

Wird seit dem 12. Jahrhundert als Heilpflanze genutzt. Auszüge aus Sonnentau lindern Erkältungen, vor allem Reizhusten und Bronchitis.

Zaubernuss

Eine der bekanntesten Heilpflanzen zur Behandlung von Wunden und Entzündungen der Haut.

“Gegen jedes Leiden ist ein Kräutlein gewachsen.” Sebastian Kneipp

Wenn wir uns nur diese Auswahl von 30 Heilpflanzen ansehen, und es gibt noch viel mehr, dann wissen wir auch, warum der heutige Mensch nicht mehr im Einklang mit der Natur lebt, da er schlichtweg keinerlei Kenntnisse über ihre Heilpflanzen hat und stattdessen chemische Bomben von der kriminellen Pharmalobby unkritisch kauft und einwirft.

Die Natur erwacht zu neuem Leben. Lassen Sie sich durch Kräuter, Düfte in der freien Natur inspirieren, gehen Sie raus, genießen Sie die Stille der Natur, Konzert der Tiere, umarmen Sie einen Baum – lassen Sie den Alltag los. Die Natur heilt alle Wunden!"



Quellen: PRAVDA-TV/Wikipedia vom 29.04.2013
Viele Grüße, Pat
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Re: Moderne Phytotherapie: Die 30 besten Heilpflanzen

Beitrag#2von ojenny » Fr 24. Okt 2014, 20:10

Nabend Ihr Lieben!

Das meiste davon benutzen wir auch.
Und was soll ich sagen? Genau. Funktioniert prima. Und das ohne Chemie.

Gruß,
ojenny :ciao:
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Re: Moderne Phytotherapie: Die 30 besten Heilpflanzen

Beitrag#3von Serafina » Sa 25. Okt 2014, 07:28

Moin-Moin, ihr Langschläfer!
Ein sehr schöner Beitrag und auch wir benutzen das meiste davon. ... als Streukügelchen, Tees oder Salben. Schade, daß man heute nur noch wenige Kräuter in der Natur finden kann (jedenfalls hier bei uns). Suchen, sammeln und trocknen, wäre auch etwas für mich!

Ein schönes Wochenende!
Eure Serafina
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Re: Moderne Phytotherapie: Die 30 besten Heilpflanzen

Beitrag#4von ojenny » Sa 25. Okt 2014, 14:08

Bei uns werden ab und zu Kräuterführungen angeboten.
Eine Kräuterkundige macht (meist im Frühjahr) Spaziergänge mit Lernwilligen durch die Natur und sucht mit ihnen die heimischen Kräuter.
Ich war noch nie dabei, habe es aber fest in meinen 5-Jahres-Plan mitaufgenommen. :01de6b1136:

Eure
ojenny :ciao:
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Re: Moderne Phytotherapie: Die 30 besten Heilpflanzen

Beitrag#5von Parafreak » Sa 1. Nov 2014, 05:31

Hi, ich weiß nicht, ob ich in der freien Natur Kräuter sammeln würde. Denke da an den sauren Regen, an Smog, an Abgase, Flugzeuge und so weiter. Ich würde sie von Quellen beziehen, die sie sicher anbauen, evtl. im Gewächshaus oder so.
Weiß nicht genau, aber ich glaube in Tee-Geschäften kann man vieles dieser Art erhalten.
** Ich hasse es, wenn in Horrorfilmen immer einer fragt: „Hallo? Ist das jemand?" Als würde der Geist antworten: „Ja, hallo, ich bin in der Küche, willst´n Sandwich?“
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Re: Moderne Phytotherapie: Die 30 besten Heilpflanzen

Beitrag#6von Serafina » So 2. Nov 2014, 23:54

Eigentlich ist es doch egal, ob man Obst und Gemüse kauft oder aber Kräuter sammeln würde ... alle diese Lebensmittel sind dem sauren Regen, Abgase etc. ausgesetzt. Ob Bio oder nicht, ist in dem Fall auch ziemlich wurscht!
In Teeläden gibt es Kräuter und auch Gewürze. Aber leider sind sie alle getrocknet.

Viele Grüße von Serafina
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Re: Moderne Phytotherapie: Die 30 besten Heilpflanzen

Beitrag#7von ojenny » Mo 3. Nov 2014, 23:23

Leider wird nix so "sicher" bzw. schadstoffarm angebaut, dass es wirklich 100% nur gesund ist.
Aber besser Kräuter im Salat als fertige Salatsoße aus der Tüte, würde ich sagen.
Wir können heutzutage doch eigentlich nur noch das geringere Übel wählen.
Optimal ist nichts mehr.

Grübel,
ojenny :ciao:
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Re: Moderne Phytotherapie: Die 30 besten Heilpflanzen

Beitrag#8von Parafreak » Mi 5. Nov 2014, 02:40

Hi, hab dazu was gefunden:

"Schadstoffe und Rückstände
Gift im Essen
Wurst aufschneiden, Probe nehmen, chemisch analysieren: Lebensmittelkontrolleure prüfen ständig unsere Nahrung, so sehen es gesetzliche Verordnungen vor.

Schwermetalle, Acrylamid, Pestizide: Diskussionen über giftige Substanzen in unseren Lebensmitteln gehören zum Alltag. Die Hersteller versprechen Besserung - und dann kommt der nächste Skandal.

Stets geht es bei den Diskussion auch um Grenzwerte. Manche der schädlichen Stoffe sind überall in unserer Umwelt verteilt, sie können gar nicht aus der Nahrung herausgehalten werden. Andere gleiten beim Produktionsprozess in das Lebensmittel hinein. Doch wieviel der bedenklichen Stoffe kann ein menschlicher Körper vertragen? Ab wann wird eine Substanz zum Gift? Das wird oft willkürlich entschieden, als Maßstab gilt meist die Realität. Sicherlich spielen dabei auch wirtschaftliche Interessen eine Rolle."

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