Seele von meiner verstorbenen Katze


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Re: Seele von meiner verstorbenen Katze

Beitrag#11von Happy » Mi 18. Jun 2014, 23:44

Quack,

Dasy_88 hat geschrieben:
Dies ist wirklich mit Abstand das beste Forum das ich kenne. :ball.eyes252:

Das finde ich auch!

Und ich finde es auch sehr schön, angenehm und interessant, von euch zu lesen.
Ich finde, hier sind einfach nur nette Menschen!

Aber zurück zum Thema, quack:
Du fragtest, wie man mit toten Seelen, im diesem Fall, mit der Seele einer Katze, kommunizieren kann, quack.
Dazu brauchst du kein Mehl auf dem Tisch und Gläserrücken geht wohl auch nicht, quack, wer weiß, ob Gizmo so eine Feinmotorik hat, um die Gläser zu verschieben.
Quack, du hast sie ja schon wahrgenommen, als du geschlafen hast, also müsste es irgendwie so gehen.
Vielleicht kannst du, während du auf dem Sofa liegst, eine Art Brücke zwischen deinem Mann und Gizmo aufbauen.
Quack, wenn du schläfst oer einfach ganz still da liegst und tiefenentspannt bist, fragt er dich etwas und Gizmo antwortet durch dich. Vielleicht klappt das.
Quack, euer Happy!
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Re: Seele von meiner verstorbenen Katze

Beitrag#12von Dasy_88 » Do 19. Jun 2014, 08:33

guten morgen happy

du meinst so eine art medium ?

hmm ich werde es mal versuchen, weis zwar nicht wie man zum medium wird, aber ich werde es mal durch meditieren versuchen.

gebe bescheid obs klappt oder nicht. :beten:
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Re: Seele von meiner verstorbenen Katze

Beitrag#13von Strg F » Do 19. Jun 2014, 13:44

Hallo Dasy,

Happys Idee, es mal so zu versuchen, ist ganz schlüssig, weil es dir schon mal sozusagen passiert ist, während du schliefst.
Aber ich würde mal sagen, mach dir nicht allzu große Hoffnungen, denn gerade dann, wenn man etwas erwartet, auf etwas wartet, etwas bewusst herbeiführen will, klappt es meistens nicht. Und dann ist man enttäuscht. Dabei ist es normal.

Also es ist normal, sich nicht mit Toten unterhalten zu können.
Wenn man es könnte, also wenn es normal wäre, mit Toten zu kommunizieren, würde es jeder machen und keiner würde danach fragen.

Und nochwas, was man dabei bedenken muss, ist, dass Happy selber ein Tier ist, demzufolge ist es für ihn wohl nicht so schwer. (Witz!)

Es ist doch einfach schön, dass Gizmo bei euch ist, es wird ihm gefallen und er wird sich wohlfühlen.
Versuche besser für dich keine Sachen, die am Ende nur frustrierend sind.
Ich weiß nicht, ob man einfach so ein Medium sein kann.
Hat man die Veranlagung dazu, kann man das mal einfach so probieren?
Ich bin mir nicht sicher, ob ich es könnte, aber das heißt ja nichts.

Ich sage das nur, weil ich nicht möchte, dass du hinterher enttäuscht bist.

P.S. Deine Sig gefällt mir. Du hast Recht!
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Re: Seele von meiner verstorbenen Katze

Beitrag#14von Dasy_88 » Do 19. Jun 2014, 18:58

danke viel mals
keine angst, ich versteif mich da in nichts. solche sachen lasse ich auf mich zukommen. entweder es funktioniert irgendwann mal oder nicht.
Ich kann auch nicht sagen so jetzt meditiere ich eine runde. das kann ich nicht. Es muss grad so die Stimmung und lust dazu da sein. :01de6b1136:

eigentlich wollte ich mich nur vergewissern ob ich richtig liege mit gizmo.
und als ich so, weitere Erinnerungen von anderen mitgliedern hörte, freute ich mich darüber das ich ihnen schöne Erinnerungen hervorrufen konnte mit meiner Frage.

es stört mich auch gar nicht noch von anderen und ihre lieben Tieren zu hören. Auch wenn es nicht um gizmo und mich geht.

So muss mich dann mal vorbereiten auf die WM im Fernsehn einen wunder schönen erholsamen guten Abend wünsche ich allen die dies grade lesen.

p.s Ich finde die zeit etwas sehr wichtiges. die zeit beinhaltet alles was ein leben braucht. die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft ob nun vor einer Sekunde oder Jahre. Die zeit ist etwas sehr kostbares, dass vergessen sehr sehr viele menschen.
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Re: Seele von meiner verstorbenen Katze

Beitrag#15von Blue » Mo 23. Jun 2014, 10:57

Hallo liebe Dasy,

wir kennen uns noch gar nicht, ich bin die Blue!
Ich finde auch, dass es das beste Forum ist, hier sind so nette und offene Menschen, wie man sie woanders kaum antrifft.

Dieser schnelle, tragische Tod von Gizmo ist ja furchtbar.
Ich glaube, furchtbar für deinen Mann und ebenso furchtbar für Gizmo.
Er wurde ja brutal aus seinem Leben gerissen.
Ich glaube auch, wie Pat, dass es Liebe ist, die Gizmo bei euch sein lässt.
Er möchte euch nahe sein.

Aber deine Zwillingsschwester betrifft das auch! Sie wurde doch ebenfalls aus dem Leben gerissen, sogar noch bevor es begann.
Ob sie es ist, die du manchmal als Schatten wahrnimmst?
Und das Mädchen, dass du neben deinem Bett gesehen hast.
Und sie flüstert nach eurer Mama?
In dein Ohr, weil du die Verbindung bist.
Dir steht sie näher, glaube ich, weil ihr eineiige Zwillinge seid.
Deiner Mutter natürlich auch, sie war ja in ihrem Leib, aber mit dir zusammen.

Dass du es bei anderen sehen kannst, nur bei dir selber nicht, habe ich schon öfter gehört. Vielleicht hat man da eine Art Schutz vor, weil emotional betroffener ist als bei anderen.

Ich denke gerade an deine Mutter, ich habe auch eine (inzwischen erwachsene) Tochter und es ist doch furchtbar, wenn man eins seiner Kinder verliert!

Ich zünde gerade eine Kerze an. Für euch und eure Lieben, wozu natürlich auch Gizmo gehört!
Herzlichst, Blue!
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Re: Seele von meiner verstorbenen Katze

Beitrag#16von Dasy_88 » Di 24. Jun 2014, 20:47

freut mich blue dich auch kennen zu lernen.

Ja für meinen Mann war der Tot von gizmo sehr sehr schlimm. Er wahr damals sein einziger halt nach der Trennung mit seiner damaligen Freundin und Tochter.

Obwohl ich meine Schwester nie lebendig kennen lernen durfte, ist sie doch immer in meinen Gedanken. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich vollkommen alleine und leer bin auch wenn viele tolle mensche die ich auch mag, um mich sind.

Ich fühle mich irgendwie unvollkommen. Dieses Gefühl habe ich aber schon lange, nur früher konnte ich es mir nicht erklären. Ich wusste auch lange nicht das ich eine Schwester hatte. Für meine Mutter war es bestimmt nicht leicht.
Sie hat aber ihr bestes gegeben. Auch wenn ich manchmal als Kind Geborgenheit brauchte, und keiner aus meiner Familie wirklich Interesse dazu hatte mir dies zu geben. Meine Mutter war aber auch nicht einfach genau so war ich auch überhaupt nicht einfach. Mein Familien verhältniss ist sehr schreg. einerseit mag ich meine familie andern seit hasse ich sie. Vorallem hasse ich es das sie nie für mich da gewessen sind wenn ich sie wirklich brauchte. Sie waren lieber dan führsorglich ängstlich und mütterlich, bei dingen wo ich es nicht gebraucht hätte. Naja ist ja auch egal. Meine Mutter tut mir leid, dass sie ein kind verloren hatt.
Als ich erfuhr das ich eigentlich eine zwilingsschwester hätte, gab ich mir ständig das gefühl schuld zu sein am tot meiner schwester. Ich dachte auch das meine Eltern mich hassen weil sie lieber sie lebend gehabt hätten als mich. (was ich glaube das es nicht so ist) Aber als halb teene sowas zu erfahren ist schon schwirig gewesen.

Ich würde gerne meine schwester einmal sehen können, oder mit ihr sprechen, ich hätte so viele fragen. Heute sehe ich kein mädchen mehr vor meinem bett. Leider. Es wäre wirklich schön zu wissen wie es wäre vollkommen zu sein.

Danke für die Kerze.
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Re: Seele von meiner verstorbenen Katze

Beitrag#17von Parafreak » Do 26. Jun 2014, 02:03

Hi Dasy, ich bin grade ganz durcheinander. Das ist ja echt schlimm, dass du deine Schwester verloren hast. Ich wünschte, ich wüsste was, womit ich dich trösten könnte oder so. Aber ich hab da keine Ahnung von, weil ich mich noch nie mit sowas beschäftigt habe. Aber ich schreib dir trotzdem mal, was mir da so spontan zu einfällt, vielleicht kommt da ja eine brauchbare Sichtweise bei raus, wenn man da so unbedarft rangeht.
Also, ich mein, es kann doch auch sein, dass ein Zwilling von einem selber gar nicht die andere Hälfte von einem selber wär. Okay, man wächst zusammen im Mutterleib auf und ist eineiig, aber muss dass den zwingend bedeuten, dass man nur zu zweit ein Ganzes ist? Ich mein, es hat doch jeder von beiden eine eigene Seele und einen eigenen Charakter. Auch wenn sich womöglich die Charaktere gleichen würden, hätte ja doch jeder seinen eigenen. Ich habe wie gesagt keine Ahnung davon und überlege mal nur so vor mich hin. Aber das würde bedeuten, dass jeder Zwilling für sich vollkommen wär. Du fühlst dich aber unvollkommen und das ist ja das wichtigste an der Sache. Es geht ja darum, wie du dich fühlst.
Aber ich hab noch eine andere Idee dazu, also einen Gedanken. Undzwar glaube ich daran, dass eine Seele entscheidet, wann sie zur Welt kommt und so.
Wie wäre es, wenn die andere Seele, also deine Zwillingsschwester sich dazu entschieden hätte, in der ersten Zeit (im Mutterleib) bei dir zu sein. Als Begleitung für dich. Und dass es dann ihr (und vielleicht sogar auch dein) Seelen-Plan war, dann alleine also ohne sie weiterzuleben? Sie hätte dich also nur in der ersten Zeit begleitet, wär bei dir gewesen und dann gegangen, weil du deinen Lebensweg dann alleine weitergehst. Und sie kam zwischendurch an dein Bett, um zu sehen, ob es dir gut geht. Vielleicht hat ihre Seele in sich in deine Seele eingefühlt, um wirklcih zu sehen, wie es dir geht. Und du hast sie da eben nur stehen sehen.
Weißt du, es ist ja eine Seele, die noch mit dir im Mutterbauch war, also bei deiner Seele. Vielleicht ja echt nur, um dich in der ersten Zeit zu begleiten, um in der ersten Zeit bei dir zu sein. Und dann, als sie gesehen hat oder gespürt hat, dass du es alleine weiterschaffst, ist sie ihren Seelenweg weitergegangen. Also, das ist jetzt nur so ein Gedanke von mir. Warum man stirbt, wenn man alt ist, ist mir klar, aber ich habe keine Ahnung, warum Kinder und Babys oder gar ungeborene Kinder sterben. Aber vielleicht ist es was, was zu einem Plan gehört, zu dem jeweiligen Lebensplan oder so.
Ob dich mein Gedanke trösten kann, weiß ich natürlcih nicht, aber vielleicht eröffnet er dir eine andere Sichtweise. Ich glaube jedenfalls nicht, dass du irgendwie unvollständig bist. Das würde ja bedeuten, dass wenn beide Zwillinge überleben, also weiterleben, dann der eine nicht ohne den anderen auskommen würde. Und das ist doch gar nicht so. Es sind nicht immer Zwillinge immer zusammen und so. Es muss noch nichtmals sein, dass sie sich überhaupt gut verstehen.
Also, wenn du mich fragst, ich würde sagen, dass du vollkommen und richtig bist!!!
** Ich hasse es, wenn in Horrorfilmen immer einer fragt: „Hallo? Ist das jemand?" Als würde der Geist antworten: „Ja, hallo, ich bin in der Küche, willst´n Sandwich?“
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Re: Seele von meiner verstorbenen Katze

Beitrag#18von Dasy_88 » So 29. Jun 2014, 23:48

danke schön :peinlich_:

Es ist nur wirklich ein sehr komisches Gefühl, jemanden zu vermissen den man eigentlich gar nicht kennen lernen durfte.

aber danke nochmals
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Re: Seele von meiner verstorbenen Katze

Beitrag#19von Serafina » Mo 30. Jun 2014, 19:47

Hallo, liebe Dasy!
Nun muß ich auch noch einmal etwas dazu sagen.
Es ist schlimm und schwierig für dich, daß du deine Zwillingsschwester nie kennenlernen durftest und es ist noch viel schlimmer für deine Mutter, daß sie ein Kind verlieren mußte. Aber alles hat seinen Sinn ... Das Karma/Schicksal deiner Schwester, hatte für sie leider einen anderen Lebensweg vorgesehen.
Sie sollte ihren eigenen Weg gehen und nicht in eurer Familie aufwachsen.
Wahrscheinlich hat sich ihre Seele schon längst neu inkarniert und sie ist heute eine glückliche junge Frau!
Ich kann dich sehr gut verstehen, wenn du darüber traurig bist ...aber auch dein Karma hatte einen anderen Lebensplan für dich vorgesehen ... ohne deine Schwester.
Ich finde sowieso, daß jeder Mensch seinen eigenen Weg gehen muß - egal, ob man Geschwister hat die man liebt und mit denen man eng verbunden ist, oder man ist Einzelkind.
Ich bin sicher, ihr werdet euch in einem späteren Leben wiedersehen!
Bete für sie, wenn du magst und wünsche ihr viel Glück in ihrem jetzigen Leben. Versuche nicht mehr daran zu denken, daß sie mal deine Zwillingsschwester war, freue dich über ihr neues Leben und laß sie los!
Ich wünsche dir viel Kraft!
Viele Grüße von Serafina :glueck:
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Re: Seele von meiner verstorbenen Katze

Beitrag#20von Patricia » Mi 2. Jul 2014, 03:45

Hallo Dasy,

man sagt, dass ein Zwilling sehr oft unbemerkt im Mutterleib stirbt.
Es soll häufiger passieren als man denkt.
In der Medizin nennt man das „Vanishing-Twin-Syndrom“, der verlorene Zwilling.
Es ist wohl so, dass bei der Zeugung eine Chance von 1:20 besteht, dass es Zwillinge werden, aber letztendlich kommt bei einer von 40 Geburten tatsächlich ein gesundes Zwillingspärchen zur Welt.
Der Rest überlebt die 9 Monate im Uterus gar nicht.

Aus der biologischen Sicht ist der Tod im Mutterleib gar nicht so außergewöhnlich, es soll das Ergebnis einer Art biologischen „Qualitätskontrolle“ sein, in dem der Organismus der Frau den Embryo prüft.
Man schätzt, dass 50-75 % aller begonnenen Schwangerschaften durch das körpereigene System, also diese Qualitätskontrolle, vorzeitig beendet werden und die Frau meistens sogar gar nichts davon merkt.

Meistens sagt es man den Müttern gar nicht, um sich nicht zu belasten oder um ihr Enttäuschungen zu ersparen.
Oder die Mediziner wissen es selber nicht, weil man auf dem Ultraschall nichts von dem Abgang sehen kann, wenn es vor der Ultraschall-Untersuchung passiert ist.
Es soll schon innerhalb einer kurzen Zeit schon gar nicht mehr möglich sein, den abgestorbenen Embryo im Mutterleib zu erkennen.

Aber deiner Mutter hat man es mitgeteilt, vielleicht hat sie es sogar mitbekommen, weil bei deiner Geburt noch „etwas“ mit heraus kam.
Es kann sein, dass der verstorbene Fötus mit der Plazenta verwächst, aber hin und wieder sollen auch Körperteile des verstorbenen Fötus´ bei der Geburt mit herauskommen.
Vielleicht merkte es deine Mutter auch, weil sie Zwischenblutungen hatte.
Naja, warum und wie auch immer es deine Mutter erfahren hat - ich hoffe nur, dass sie es dir einfühlsam und sanft erzählt hat!

Denn für dich ist es weitaus schlimmer als für deine Mutter.
Deine Mutter war ja bereits erwachsen und die Ärzte werden es ihr erklärt haben.

Bei mir war es 1995 so, dass mein Körper eine Schwangerschaft beendet hat und mein Arzt hat mir einfühlsam genau erklärt, wie das mit der biologischen Qualitätskontrolle vonstatten geht.
Ich habe Morbus Bechterew und habe damals sehr starke Medikamente genommen, daher war der Fötus offensichtlich gar nicht entwicklungsfähig und überlebensfähig. Er hat mir alles sehr gut erklärt und war sehr einfühlsam dabei, so dass ich damit gut umgehen konnte.


Und wenn die Ärzte deiner Mutter es auch gut und einfühlsam erklärt haben, kommt sie als erwachsene Frau auf jeden Fall besser damit zurecht als du.

Denn du hast ja richtig mitbekommen, dass da noch jemand bei dir war.
Früher ging man noch davon aus, dass Embryos und sogar Neugeborene nichts fühlen oder wahrnehmen könnten, man sagte sogar, dass ein Baby keine Gefühle hätte, bevor es sprechen könne.
Zum Glück erkennt man inzwischen an, dass Embryos, Neugeborene und Babys fühlen und wahrnehmen.
So hat der amerikanische Forscher David Chamberlain 1998 anhand von Ultraschall-Untersuchungen belegen können, dass 2 Monate alte Embryos bewusst wahrnehmen und sogar reagieren.
Es ist so, dass der Embryo 5 Wochen nach der Einnistung die Gegenwart des anderen Zwillings genau spürt.
Das Ohr ist das erste, was ausgebildet wird. Zuerst hört man seinen eigenen Blutkreislauf und den des anderen.
Die Geräusche des Geschwisterchens sind einem näher als die Darmgeräusche und der Herzschlag der Mutter.
Und man spürt, dass man nicht alleine ist und man nimmt Kontakt zu dem anderen auf. Man existiert ja ganz eng miteinander.

Es gibt Ultraschall-Bilder, auf denen sich die Geschwisterchen im Mutterleib an der Hand halten, ich habe irgendwann mal eins im Net gesehen, aber weiß jetzt leider nicht mehr wo genau.

Man dachte früher, dass solche Berührungen eher ein Reflex sei, aber an der italienischen Universität hat Dr. Umberto Castiello mit seiner Forschergruppe herausgefunden, dass es keine Reflexe sind, sondern tatsächlich zielgerichtete Handlungen.
Sie haben über einen bestimmten Zeitraum 5 Zwillingspaare im Mutterleib mit einem 4D-Ultraschall aufgenommen, bei dem das dreidimensionale Bild in Echtzeit wiedergegeben wird, so dass hinterher die Bilder von den Bewegungen der Föten als Film wiedergegeben werden konnte.
Da konnten sie beobachten, wie sich die Föten selbst berührten oder den anderen und wie sich auf die Uterus-Wand hinbewegten.
Und sie beobachteten, dass die Bewegungen zu dem Geschwisterchen langsamer und vorsichtiger waren als zu sich selbst oder zu der Uterus-Wand.

Das lässt darauf schliessen, dass es doch möglich ist, dass Föten schon ihre Handlungen begreifen und aus Vorsicht und Rücksichtnahme ihr Geschwisterchen sanft und langsamer berühren. Sie bewegten ihre Hände auch langsamer auf die Augen zu als auf den Mund, als ob sie wüssten, dass die Augen empfindlicher sind als der Mund.
Interessant, nicht wahr?

Aber was passiert dann, wenn das Geschwisterchen stirbt?
Man hört seinen Blutkreislauf nicht mehr, man hört sein Herz nicht mehr.
Es reagiert nicht mehr auf Berührungen.
Es reagiert gar nicht mehr!
Das bleibt nicht ohne Folgen für das überlebende Geschwisterchen. Denn es ist emotional ein sehr großer Verlust.
Der Beginn des Lebens ist prägend und es ist das schlimmste Ereignis, was einem passieren kann, wenn der andere stirbt.
Es ist immer schrecklich, wenn ein anderer stirbt, auch wenn das eigene Haustier stirbt, aber es so emotional und nah wahrzunehmen wie im Mutterleib, kann doch gar nicht ohne Folgen bleiben.
Es gibt auch Menschen, die wissen gar nichts davon, dass ihr Zwilling im Mutterleib, direkt neben ihnen gestorben ist, aber ihre Ängste und Probleme spielen sich genauso im Unterbewusstsein ab.


Du schriebst:
„Manchmal habe ich das Gefühl das ich solche komischen Dinge/ Geister, anziehe.“

Richtig anziehen vielleicht nicht, vielleicht ist es so, dass du es einfach wahrnimmst.

Du schriebst:
„Mein Problem ist eigentlich nur, das ich es bei mir nicht sehen kann, bei anderen menschen mit verstorbenen kann ich es sehen, nur bei mir selbst geht das irgendwie nicht.“

Das geht bei mir selber auch nicht. Ich kann auch nicht den Tod von mir nahestehenden Menschen oder Tieren sehen, aber bei anderen.

„Obwohl ich meine Schwester nie lebendig kennen lernen durfte, ist sie doch immer in meinen Gedanken.“

Sie scheint für dich noch ganz präsent zu sein, weil du dieses Todes-Drama im Mutterleib noch gar nicht richtig verarbeiten konntest. Dabei ist es gar nicht so wichtig, ob du sie bewusst kennengelernt hast, denn du hattest die ja ganz dich im Mutterleib bei dir.

„Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich vollkommen alleine und leer bin, auch wenn viele tolle mensche die ich auch mag, um mich sind.“

Das kann ich gut verstehen. Denn diese Menschen sind nicht das, was deine Schwester für dich war.

„Ich fühle mich irgendwie unvollkommen.“

Ja, denn die, die zuerst bei dir war, ist plötzlich weg gewesen.
Ich glaube,
du bist selber nicht unvollkommen, aber dieses Erlebnis ist unvollkommen.
Es fehlt dir der Abschied, es fehlt dir die Antwort auf die Frage: „Warum bist du gegangen?“ Plötzlich war sie nicht mehr da und du weißt gar nicht, warum nicht.


„Auch wenn ich manchmal als Kind Geborgenheit brauchte, und keiner aus meiner Familie wirklich Interesse dazu hatte mir dies zu geben.
(…)einerseit mag ich meine familie andern seit hasse ich sie. Vorallem hasse ich es das sie nie für mich da gewessen sind wenn ich sie wirklich brauchte. Sie waren lieber dan führsorglich ängstlich und mütterlich, bei dingen wo ich es nicht gebraucht hätte.“


Verstehe. Ich glaube, es liegt daran, weil du im Unterbewusstsein weißt, was Geborgenheit durch Nähe ist. Dieses Gefühl wurde dir durch ihren Tod entrissen. Und deine Familie, deine Mutter, konnten dir nie dieses Gefühl der Geborgenheit so vermitteln, wie deine Schwester in dieser Nähe und gemeinsamer Enge im Mutterleib. Und genau das war es aber, wonach du dich gesehnt hast.
Fürsorglichkeit und Mütterlichkeit ist ja doch etwas anderes.
Aber weil du dich unbewusst nach dieser Geborgenheit sehnst, die du im Mutterleib mit deiner Schwester hattest, konnte deine Familie da nie mithalten. Weil sie dir genau das ja nicht geben kann.


„Meine Mutter tut mir leid, dass sie ein kind verloren hat“

Du denkst und fühlt auch mit deiner Mutter! Das finde ich gut. Das ist wirklich groß!

„Als ich erfuhr das ich eigentlich eine zwilingsschwester hätte, gab ich mir ständig das gefühl schuld zu sein am tot meiner schwester.“

Ja, als ob du ihr den Raum zu Leben genommen hättest, oder ihr nicht genug Nahrung übrig gelassen hättest. Oder sie wegen dir sterben musste, weil du lebst.
Diese Gedanken und Gefühle sind verständlich.
Man hat ein schlechtes Gewissen und denkt, dass jemand anders wegen einem sterben musste.

Aber liebe Dasy, das stimmt nicht!! Sie ist nicht wegen dir gestorben!

Ich habe gelesen, dass der menschliche Körper für Mehrlinge gar nicht vorgesehen ist. Bei Tieren ist es anders, sie können gleich mehrere Babys bekommen, Hunde haben ja auch gleich mehrere Welpen. Aber bei Menschen soll es wohl gar nicht vorgesehen sein.
Vielleicht könnte man sogar umgekehrt sagen, dass es ein biologischer Zufall wäre, wenn eine Frau gesunde Mehrlinge zur Welt bringt?


„Ich dachte auch das meine Eltern mich hassen weil sie lieber sie lebend gehabt hätten als mich. (was ich glaube das es nicht so ist)“

Das glaube ich auch nicht, aber deine Gefühle verstehe ich.

Man stellt sich in Frage, fragt sich, ob es richtig ist, dass man lebt, während der andere gestorben ist.
Ob der andere, der gestorben ist, nicht vielleicht besser gewesen wäre. Ob die Eltern den anderen vielleicht mehr geliebt hätten.
Diese Gefühle kann ich gut verstehen.
Aber so ist es nicht!
Kann ja gar nicht sein, denn deine Eltern kannten deine Schwester gar nicht.


„Aber als halb teene sowas zu erfahren ist schon schwierig gewesen.“

Ausgerechnet dann! Wo man in dieser Zeit der Pubertät sowieso damit beschäftigt ist, sich erstmal selber zu finden. Man weiß plötzlich, dass man im Mutterleib nicht alleine war, man war zu zweit, und dann fragt man sich, wo seine andere Hälfte ist und wer man eigentlich ist!
Das war sicher sehr schwer für dich!


„ich würde gerne meine schwester einmal sehen können, oder mit ihr sprechen, ich hätte so viele fragen.“

Genau, diese ganzen Fragen, warum sie gegangen ist, warum sie dich alleine gelassen hat, ob sie wegen dir gestorben ist und auch, wohin sie gegangen ist???
Ob sie dich auch vermisst?

Wie gesagt, wegen dir ist sie nicht gestorben, da bin ich mir ganz sicher!
Daher habe ich ja vorhin so viel über die Biologie gefaselt.
Aber dass du auf deine Fragen Antworten möchtest, finde ich logisch.
Es ist das, was unvollkommen ist!

Du bist wie gesagt nicht unvollkommen, du nicht!

Ich verstehe dich sehr gut, aber ich bin leider keine Therapeutin dafür und kann dir leider auch keine besonderen Antworten geben.
Aber vielleicht hilft es dir etwas, darüber zu lesen?
Auch von anderen Menschen, die ebenfalls ihren Zwilling verloren haben?


Ich habe zwei Bücher für dich gefunden, die vielleicht für dich interessant sein könnten:

„Das Drama im Mutterleib - Der verlorene Zwilling“
Von Alfred Austermann und Bettina Austermann

Kurzbeschreibung:
„Bisher ist wenig bekannt, wie wichtig die Zeit im Bauch der Mutter für das weitere Leben ist. Die Reise ins Leben wird oft nicht allein angetreten. Mindestens jeder Zehnte ist zu Beginn der Schwangerschaft nicht allein.
Sind Zwillinge in der Gebärmutter und einer stirbt, ist es für den Überlebenden ein gewaltiger Schock, der später nicht mehr bewusst ist.
Ein Loch bleibt in der Seele zurück.
Dieses ist prägend für das Leben vieler Betroffener. Quälende Sehnsucht, Einsamkeit und unerklärliche Schuldgefühle können beispielsweise die Folge dieses frühen Verlustes sein.
Der verlorene Zwilling wird überall gesucht.
Viele berühmte Musiker und Filmplots wie „Nell“ oder „im Rausch der Tiefe“ schöpfen aus der Suche nach dieser verlorenen Einheit.
Vielleicht sind Sie zu Beginn der Schwangerschaft nicht allein im Bauch Ihrer Mutter. Sie können Ihren Bruder oder Ihre Schwester spüren. Sie hören, sein oder ihr Herz schlagen und bewegen sich zusammen mit ihm oder ihr und spielen in den Ozeanen des Fruchtwassers.
Eines Tages hört der Andere auf, zu wachsen.
Sein Herz wird schwächer und er stirbt.
Dann sind Sie allein. Nach der Geburt legt sich ein Schleier des Vergessens auf alles was Sie vorher erfahren haben.
Ist alles das, was Sie damals erlebt haben, spurlos verschwunden und erledigt?
Der Diplompsychologe Alfred R. Austermann und die Sozialpädagogin Bettina Austermann begleiten seit vielen Jahren Erwachsene, Jugendliche und Kinder therapeutisch.
Mit handfesten Fakten und berührenden Fallbeispielen schildern sie einfühlsam die Auswirkungen des frühen Verlustes und zeigen Wege der seelischen Heilung.“


*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***


Und das andere:

Der verlorene Zwilling: Wie ein vorgeburtlicher Verlust unser Leben prägen kann
von Evelyne Steinemann

Kurzbeschreibung:
„Frühe Verlusterfahrungen und deren Aufarbeitung

Viele Menschen gehen oft jahrelang in Therapie, um sich von ihren Verlustängsten, unerklärlichen Schuldgefühlen, ihrer Panik in engen Räumen oder anderen unangenehmen Gefühlen zu befreien. Der eigentliche Hintergrund ihrer Probleme wird manchmal erst im Laufe einer solchen Therapie aufgedeckt: Noch im Mutterleib wurden die Betroffenen von einem damals abgegangenen Zwillingskind getrennt. Seither leiden sie – meist unbewusst – unter den Auswirkungen dieser vorgeburtlichen Trennung.

Evelyne Steinemann stellt mit Beispielen aus der therapeutischen Praxis dieses bislang wenig bekannte und unterschätzte Phänomen vor:
Weit mehr Zwillinge sterben unbemerkt vor der Geburt als tatsächlich geboren werden.
Die Fallbeispiele zeigen, wie dieses Verlusttrauma das Leben prägen und wie es überwunden werden kann.“


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Vielleicht ist es interessant für dich, diese Bücher darüber zu lesen.
Aber es tut auch gut, darüber zu schreiben und das kannst du hier jederzeit machen!!

Fühl dich vom mir umarmt!
Und ich wünsche dir ganz viel Liebe und Geborgenheit!

Und entschuldige bitte, weil ich dir jetzt erst antworte, aber ich brauchte ein paar Tage für die Antwort hier!


Bis später,
herzliche Grüße,
Pat



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