Noch einige verlassene Villen


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Noch einige verlassene Villen

Beitragvon Otherworld-Fan » So 17. Nov 2013, 19:09

Hallo,

ich habe noch ein paar verlassene Villen für euch!
Viel Spaß beim Ansehen!



Die Villa Kolbe, später auch „Kohlmannvilla" beziehungsweise „Schramm-Klinik" genannt, ist ein seit 1980 unter Denkmalschutz stehender Villenbau im Stil eines deutschen Renaissanceschlosses. Die 1890/1891 nach Entwürfen des Berliner Architekten Otto March erbaute Villa im Stil der Neorenaissance ist „eine der aufwendigsten und architektonisch qualitätsvollsten Villen jener Stadt. Der Bau erfolgte für den Chemiker Carl Kolbe (1855--1909), alleinzeichnungsberechtigter Generaldirektor der nahegelegenen Chemischen Fabrik von Heyden.

Der Chirurg Anton Johannes Kohlmann (1886--1949) war bereits ab etwa 1920 im 1. Stock als Einmieter und übernahm die gesamten Räumlichkeiten für seine Klinik ab um 1933, die ab da auch „Kohlmannsche Villa" genannt wurde. Er war seit 1921 mit Brunhilde geb. Weich (1897--1984) verheiratet und hatte zwei Kinder. Kohlmanns Ehefrau wurde es nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten untersagt, die Praxis zu betreten, da die Ehe als „Mischehe" mit einer jüdischen Ehefrau galt. Auch wenn Frau und Kinder aufgrund der damaligen Gesetze keinen Judenstern tragen mussten, wurde Brunhilde Kohlmann im März 1941 wegen der eingeführten Zwangsarbeitspflicht dazu gezwungen, in einer Kartonagenfabrik zu arbeiten, wohin sie nicht mit öffentlichen Verkehrsmittel fahren durfte.
Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte der Chirurg Schramm darin eine Klinik eingerichtet. Später waren dort ein Orthopäde und bis 1995 eine Behindertenwerkstatt des Vereins Lebenshilfe Deutschland untergebracht. Seit deren Auszug im Februar 1995 ist die sanierungsbedürftige Villa mit 66 Zimmern ungenutzt.

Aus youtube von Miss KitKatz84

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Re: Noch einige verlassene Villen

Beitragvon Otherworld-Fan » So 17. Nov 2013, 19:10

Verlassenes Schlösschen

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Re: Noch einige verlassene Villen

Beitragvon Otherworld-Fan » So 17. Nov 2013, 19:10

Diese wunderschöne, gut erhaltene und im Wald stehende Klinik für Krebskranke steht verlassen. Zu der Heilanstalt gehörte weiterhin ein großes Maschinen- und Kesselhaus. Wie man sehen kann, stehen/liegen elektrische Geräte sowie alte Krankenakten etc. in diesem Gebäude, aber auch hoch gefährliche Chemikalien und Arzneimittel. Anfang 2011 befand sich alles noch an seinem zugehörigen Platz. Sogar der Strom lief noch und manchmal klingelte das Telefon. Doch nach einer Zeit wurde das Gebäude viel öffentlicher. Es hat sich mehr rumgesprochen und nun sind die Vandalen am Werk.
Von urbex photographie aus youtube

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Re: Noch einige verlassene Villen

Beitragvon Otherworld-Fan » So 17. Nov 2013, 19:11

"Das alte Rittergut befand sich bis Ende des 19. Jahrhunderts auf dem Gelände, das später völlig von der Roschützer Porzellanfabrik eingenommen wurde.
Als Begründer der Roschützer Porzellanfabrik 1811 werden die Rittergutsbesitzer von Brandenstein genannt. Die Porzellanfabrik war bis 1991 in Betrieb war und stellte ab den 1960er Jahren vor allem Geschirr-Services für den Export her.
1895 erwarb der Geraer Webereibesitzer Ernst Meyer das Gut.
Meyer liess ein komfortables Herrenhaus erbauen. Auf diese „Neuschöpfung" wurde der alte Begriff eines „Ritterguts" übertragen, welcher auf dem alten Hof ja noch lag und von Meyer mit erkauft wurde. Das alte Rittergutsareal neben der Porzellanfabrik wurde an andere Interessenten veräussert und hörte damit auf zu existieren. Durch Zukäufe und Geländeausgleiche mit anderen Besitzern entstand um das neue „Rittergut" ein ca. 100 Hektar grosser Komplex, bestehend aus Feld- und Waldfluren.
Nach Meyers Tod erwarb 1915 der Grossindustrielle Oskar Arnold aus Neustadt bei Sonneberg das Rittergut und ließ einen „Luxuspark" mit Plastiken und Steinpostamenten anlegen. Es entstand ein Teehaus im antiken Stil, Spazierwege und seltenen Bäumen.
Nach dem 1. Weltkrieg kam es 1920 zum Verkauf des Ritterguts nebst Parkanlage. Die weitere Bewirtschaftung durch die Nachfolgebesitzer Herbert Bonn aus Mühlhausen, Gustav Casparie aus Gera und der anschliessenden Treuhandverwaltung war geprägt von finanziellen Nöten, so dass am Ende des 2. Weltkrieges viele Bereiche des Anwesens bereits den Verfall anheimgefallen waren.
1937 ist im Herrenhaus des ehemaligen Rittergutes Roschütz die Errichtung eines Müttererholungsheimes geplant, 1939 sind diese Pläne aber etwas anders umgesetzt: das Haus dient als Reichsarbeitsdienstlager für die weibliche Jugend.

Nach 1945 zogen in das Rittergut Umsiedler aus Schlesien und dem Sudetenland ein, welche die durch die Bodenreform aufgeteilten Feld- und Waldfluren bewirtschafteten. Den Park aber kaufte die Gemeinde Roschütz, um in ihm durch die Umgestaltung des Parkteiches und unter Ausnutzung der grossen Wiese und des Teehauses ein Sommerbad einzurichten. 1948 eröffnet das Sommerbad im Park des Rittergutes Roschütz, Sprungtürme bis 5 Meter und das sog. Teehaus bildeten die Attraktionen für die Badegäste.

Die schöne Parkanlage vom Teehaus bis zur Sprunggrube wurde seit dem Eröffnungstag bis kurz nach den Wendejahren alljährlich von vielen Geraern dankbar genutzt.
Heute wird das gesamte ehemalige Rittergutsgelände treuhänderisch verwaltet. Für die Wiederbelebung sowohl des Herrenhauses als auch der Freibad- und Parkanlagen werden gegenwärtig finanzkräftige Investoren gesucht. Das Teehaus wird z. Zt. umgebaut und scheint einen neuen Besitzer gefunden zu haben."

Von youtube „deutschlands verlassene Orte“
Quelle: Wohnen in Gera 12/1997, Stadtarchiv Gera

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Re: Noch einige verlassene Villen

Beitragvon Otherworld-Fan » So 17. Nov 2013, 19:12

Schon im 15. Jahrhundert existierte in Struppen nachweisbar ein Vorwerk "auf dem Berge" Besitzer waren die Herren von Oelsnitz, sowie die Herren von Loß. Johann Siegmund von Liebenau nutzte das Vorwerk später als Schäfereigut. 1756 befand sich im Rittergut Kleinstruppen das Hauptquartier der Sächsischen Armee, die den Preußenkönig Friedrich II. auf seinem Marsch nach Böhmen aufhalten sollte. Sie wurde aber am 14. Oktober nach einem Fluchtversuch am Lilienstein in preußische Gefangenschaft geführt. Am 16. Oktober 1756 wurde hier in Struppen der Waffenstillstandsvertrag unterzeichnet. 1821 bis 1830 erhielt das Rittergut durch Anbau eines schönen Turmes seinen schlossähnlichen Charakter. Von 1886 bis 1895 wurde eine Gärtnerei angelegt und der Hof teilweise umgebaut. Nach 1945 diente das Schloss als Krankenhaus und danach als Tbc-Kurheim. Ab 1973 war es ein psychiatrisches Pflegeheim. Seit 2002 steht das Gebäude leer.

Aus youtube Urbexer Dresden

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Das gleiche Haus nochmal von MissKitkatz84

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Re: Noch einige verlassene Villen

Beitragvon Otherworld-Fan » So 17. Nov 2013, 19:12

Schloss Burgk

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Re: Noch einige verlassene Villen

Beitragvon Weltenbummler » Mo 18. Nov 2013, 10:49

Hallo Otherworld-Fan,

du hast dir mal wieder viel Mühe gegeben, vielen Dank dafür!
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Re: Noch einige verlassene Villen

Beitragvon Tamara » Di 19. Nov 2013, 15:18

Die sind schön anzusehen!
:top:

Aber ich glaub, Schloss Burgk ist ein Museum, oder?
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Re: Noch einige verlassene Villen

Beitragvon Blue » Fr 22. Nov 2013, 11:43

Hallo ihr Lieben,

ja, das kann sein, weil es noch so schön eingerichtet ist.

Aber es sind sehr schöne Videos!

Alles Liebe und Gute für euch!
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Re: Noch einige verlassene Villen

Beitragvon Otherworld-Fan » Mo 25. Nov 2013, 15:04

Freut mich, dass es euch gefällt!
:ciao:
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