Ist unser Leben komplett vorbestimmt?


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Re: Ist unser Leben komplett vorbestimmt?

Beitragvon Weltenbummler » Di 9. Sep 2014, 18:45

Liebe Blue,
da stimme ich mit dir überein!

P.S. Danke, aber ich versuche dennoch in Zukunft, hier etwas klarer und deutlicher zu schreiben! Danke für dein Feedback dazu!
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Re: Ist unser Leben komplett vorbestimmt?

Beitragvon Blue » Di 9. Sep 2014, 18:46

Lieber Weltenbummler,

ich bedanke mich ebenfalls!
Es ist schön, mit dir zu schreiben und ich wünsche dir noch einen schönen Abend! :jdhw:
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Re: Ist unser Leben komplett vorbestimmt?

Beitragvon Weltenbummler » Di 9. Sep 2014, 18:49

Hat mich auch gefreut, Blue!
Wir schreiben ja beide nicht so oft hier und demzufolge es ist schön, sich so etwas kennenzulernen und austauschen zu können!
Dir auch einen schönen Abend! :ciao:
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Re: Ist unser Leben komplett vorbestimmt?

Beitragvon Serafina » Mi 10. Sep 2014, 05:40

Guten Morgen, ihr Alle!
Schön, daß ihr alle so lieb und nett seid und das man sich mit euch so wunderbar austauschen kann!
:jc_doubleup: :jdhw:

Liebe Grüße von Serafina
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Re: Ist unser Leben komplett vorbestimmt?

Beitragvon Patricia » Do 11. Sep 2014, 02:31

@ Hallo Serafina,

…da macht das Lesen Spaß! :01de6b1136:

@ Hallo ihr,

und nachdem ich es getan habe,
gebe ich zu allem mal meinen Senf (oder Ketchup oder welche Saucen auch immer!) dazu:

Parafreak hat geschrieben:Was ist zum Bleistift, wenn jemand das Ziel hat, Lehrer zu werden, grottenlang dafür studiert und dann keinen Job findet? Und für Jahre, ich sag mal, Taxifahrer ist. Und dann ist er zu alt und die Jüngeren frischen Lehrer kriegen die Jobs. Was kann man da sagen, einfach Pech? Hat nicht sein sollen? Seine Vorbestimmung war, jahrelang auf Lehramt zu studieren und dann Taxifahrer zu sein? Ne, das passt nicht.

Serafina hat geschrieben:meiner Meinung nach könnte das aber durchaus so sein, Parafreak.
Vorausgesetzt natürlich, daß meine Ansicht zu diesem Thema auch stimmt.
Vielleicht findet der "Taxifahrer" ja durch diesen, eigentlich nicht gewollten Beruf, seine persönliche Erfüllung im Leben. Eventuell ist er im Alter sogar froh, sich nicht mit aufsässigen Kindern und Jugendlichen abplagen zu müssen.

Mein Ketchup dazu: (Senf mag ich nämlich nicht!)
Ja, es kann ja sein, dass unterrichten gar nicht das ist, was ihm guttut und er mit dieser Entscheidung, auf Lehramt zu studieren, falsch lag.
Vielleicht hat er es studiert, weil seine Eltern es wollten oder warum auch immer, aber nicht, weil er es selber wirklich wollte.
Man sieht ja zuerst immer nur die Fakten („uff, da hat er so lange studiert, und was hat er jetzt davon?“), aber nicht die Hintergründe.

Ein Freund von mir hat Medizin studiert und plötzlich fing er an, zu reisen. Studium abgebrochen.
Er war 2 Jahre in England, dann in Indien.
Als er wiederkam, erzählte er mir, dass er vor seiner Reise an einen Wendepunkt angekommen sei und sich überlegte, ob er wirklich Arzt werden wollte. Ganz von Herzen?
Und er fand, dass seine Eltern, vor allem sein Vater, ihn dazu gedrängt hätten. Er war kurz davor, das Studium hinzuschmeißen, um etwas anderes zu studieren.
Auf seiner Reise fand er zu sich selber. Und er entschied sich dann doch, weiter zu studieren, weil ihm klar wurde, dass er selber es doch wollte. Und studierte weiter.
Aber seine Entscheidung hätte ja auch so ausgehen können, dass er das Studium nicht weitermacht und sich für etwas anderes entscheidet.

Aber eine andere Möglichkeit für diesem taxifahrenden Lehrer wäre vielleicht auch, dass er vor der Aufgabe stand, zu kämpfen?
Er hätte vielleicht in ein anderes Bundesland gehen können. Oder sich in dieses Kontingent als Vertretungslehrer einschreiben können, auch wenn er da vielleicht einige Jahre als Vertretungslehrer arbeitet, bevor er eine eigene Klasse bekommt.
Was ich damit meine, ist, das er vielleicht selber für sich die Lernaufgabe hatte, für seinen Traumberuf umzuziehen oder wenigstens zunächst etwas anderes in Kauf zu nehmen.

Tasskaff hat geschrieben:(…) ich sehe es vollständig anders, denn ich halte gar nichts von dieser bedingungslosen Schicksalsgläubigkeit, der ja nun wirklich mit dem bequemen Gedanken verbunden ist, für eigene Entscheidungen nicht wirklich verantwortlich zu sein, weil ja sowieso alles schon festgelegt sei.

Meine Remoulade dazu:
Das kann man als bedingungslosen Schicksalsgläubigkeit sehen
oder aber doch auch einfach als Akzeptanz!
Was meiner Meinung nach nicht zwingend bedeutet, dass man sich für seine Entscheidungen nicht verantwortlich fühlt.
Es ist doch ein Unterschied, ob ich mich soz. passiv in meinem Schicksal ergebe oder ob ich es für mich annehme, es akzeptiere und für mich das Beste daraus mache.
Was meint ihr?


Tasskaff hat geschrieben:„Dem Schicksal kann man nicht entrinnen“ – von solchen und ähnlichen „Weisheiten“ halte ich ebenfalls nichts, denn unsere Zukunft gestaltet sich durch uns.

Meine Currysauce dazu:
Wobei das eine das andere doch gar nicht ausschließen muss, vor allem, wenn wir darüber philosophieren, dass wir selber es sind, die unser Schicksal festlegen.
Wie findet ihr das?


Weltenbummler hat geschrieben:Da handelt es sich dann um Lebensentscheidungen, die von uns bereits vor der Inkarnation ausgesucht/festgelegt wurden.
Was für mich auch schlüssiger wäre als eine Form der Vorbestimmung seitens eines anderen.
Somit beziehe sich auf die freie Wahlmöglichkeit auf die Theorie, dass wir mehrmals inkarnieren.


Meine Cocktail-Sauce dazu:
Ich hätte da auch noch eine Theorie:
Nämlich dass wir vielleicht wirklich einerseits bewusst entscheiden, was wir in unserem nächsten Leben erfahren wollen.

Und anderseits, dass es vielleicht gar nicht mal so bewusst vonstatten geht, sondern lediglich die Aspekte Ursache und Wirkung eine Rolle spielen.
In einigen Lehren wie die Advaita oder dem Buddhismus heißt es, dass es gar keinen freien Willen gäbe und es sich um eine reine Kausalkette handeln würde.


1920 schrieb Sri Aurobindo in seiner Zeitschrift „Arya“:
„Schicksal und freier Wille sind nur zwei Bewegungen einer unteilbaren Energie. Mein Wille ist das allererste Instrument meines Schicksals, und Schicksal ist ein Wille, der sich in der unaufhaltsamen, unterbewußten Absicht der Welt zeigt.
Unser Denken errichtet ein mysteriöses Schicksal oder einen gleichermaßen mysteriösen freien Willen und besteht darauf, daß dies oder das sein muss, aber beide nicht zusammen bestehen. Es ist ein falscher und inhaltloser Zwist...“


Wie denkt ihr darüber?

Blue hat geschrieben:ich glaube, dass es von Gott vorbestimmt ist.
Erfahrungen, die wir durchleben, um zu Gott zu finden. Und um zu lernen, trotz aller Widrigkeiten das Leben zu achten und zu schätzen.

Meine Sauce Béarnaise dazu:
Mit diesem Gedanke, dass mein Leben von Gott vorbestimmt ist, fühle ich mich auch wohl.
Und auch geborgen!

Neale Donald Walsch schreibt in seinem Buch: „Gespräche mit Gott“, (Band 1) folgendes dazu:
„Es ist nicht Gottes Funktion, die Bedingungen oder Umstände deines Lebens zu erschaffen oder zunichte zu machen.
Gott hat dich erschaffen nach seinem Ebenbild. Den Rest hast du erschaffen, durch die
Macht, die dir von Gott verliehen wurde.
Gott hat den Lebensprozeß und das Leben selbst, so wie du es kennst, erschaffen.
Doch Gott hat dir auch die freie Wahl gegeben, mit deinem Leben zu verfahren, wie
du willst. In diesem Sinn ist dein Wille für dich Gottes Wille für dich.“


Auch ein interessanter Gedanke!
Was meint ihr dazu?

Weltenbummler hat geschrieben:(...)Somit mit all den Ergebnissen und Konsequenzen aus den früheren Ergebnissen.

Meine Mayonnaise dazu:
Aus den Entscheidungen von neulich und aus den Entscheidungen aus unserem früheren Leben…


Blue hat geschrieben:„Du erntest, was du säst“ (Galater 6.7)
Das betrifft alles, was uns auf unserem Lebensweg wiederfährt.


Meine Sauce Hollandaise dazu:
Wenn es denn so ist!
Es gibt ja auch noch die Theorie, dass alles Zufall sei. Und es demnach keinen besonderen Grund für unser Erleben gäbe.
Ich finde die Theorie, dass es sehr wohl einen Grund für alles gibt, aber inhaltsvoller.
Aber ich bin auch schon darauf hingewiesen worden, dass ich mich damit doch nur an einen Strohhalm klammern würde, weil ich unbedingt einen Sinn in allem sehen wolle!
Als ob es lächerlich sei, einen Sinn finden zu wollen.
Was man sich mitunter alles so anhören muss….
Aber man kann ja trotzdem darüber nachdenken.


Also, jetzt habe ich mal einfach so herumphilosophiert und ich hoffe, ich bin bin euch nicht auf die Nerven gefallen,
weil ich überall meine (anstatt Senf) Saucen dazu gebe!
:brief:
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Re: Ist unser Leben komplett vorbestimmt?

Beitragvon ojenny » Do 11. Sep 2014, 10:13

Du hast die Worcestershiresauce vergessen. :01de6b1136:

Gruß,
ojenny :ciao:
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Re: Ist unser Leben komplett vorbestimmt?

Beitragvon Patricia » Do 11. Sep 2014, 12:00

:boys_lol:
Hmmm mjam schleck!
Ja, es gibt noch viele leckere Saucen - welch ein Schicksal!
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Re: Ist unser Leben komplett vorbestimmt?

Beitragvon Serafina » Do 11. Sep 2014, 19:36

Hallo Pat!
Deine Saucen-Überlegungen gefallen mir ... aber am besten finde ich - für mich ganz persönlich - deine Sauce Bearnaise. :lach:
Laßt uns alle darüber reden ... und die Saucen testen ... äh ...kosten!

Viele Grüße von Serafina
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Re: Ist unser Leben komplett vorbestimmt?

Beitragvon Patricia » Di 16. Sep 2014, 23:11

Hallo Serafina,

ja, kosten ist gut!
Spargel mit Sauce Béarnaise, hmm!

Also, er schreibt in seinem Buch:
„Es ist nicht Gottes Funktion, die Bedingungen oder Umstände deines Lebens zu erschaffen oder zunichte zu machen.
Gott hat dich erschaffen nach seinem Ebenbild. Den Rest hast du erschaffen, durch die Macht, die dir von Gott verliehen wurde.
Gott hat den Lebensprozeß und das Leben selbst, so wie du es kennst, erschaffen.
Doch Gott hat dir auch die freie Wahl gegeben, mit deinem Leben zu verfahren, wie
du willst. In diesem Sinn ist dein Wille für dich Gottes Wille für dich.“


Das kann dann bedeuten, dass - wenn es so ist - unser Schicksal nicht von Gott, sondern von uns selber nach dem Prinzip der Kausalität ist.
Was meinst du?
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Re: Ist unser Leben komplett vorbestimmt?

Beitragvon Parafreak » Do 18. Sep 2014, 01:14

Hi, und ich finde den Ketchup interessant!

Nochmal zur Info, nicht das man bei den ganzen Soßen durcheinander kommt:

Parafreak hat geschrieben:Was ist zum Bleistift, wenn jemand das Ziel hat, Lehrer zu werden, grottenlang dafür studiert und dann keinen Job findet? Und für Jahre, ich sag mal, Taxifahrer ist. Und dann ist er zu alt und die Jüngeren frischen Lehrer kriegen die Jobs. Was kann man da sagen, einfach Pech? Hat nicht sein sollen? Seine Vorbestimmung war, jahrelang auf Lehramt zu studieren und dann Taxifahrer zu sein? Ne, das passt nicht.

Serafina hat geschrieben:meiner Meinung nach könnte das aber durchaus so sein, Parafreak.
Vorausgesetzt natürlich, daß meine Ansicht zu diesem Thema auch stimmt.
Vielleicht findet der "Taxifahrer" ja durch diesen, eigentlich nicht gewollten Beruf, seine persönliche Erfüllung im Leben. Eventuell ist er im Alter sogar froh, sich nicht mit aufsässigen Kindern und Jugendlichen abplagen zu müssen.

Patricia hat geschrieben:Ja, es kann ja sein, dass unterrichten gar nicht das ist, was ihm guttut und er mit dieser Entscheidung, auf Lehramt zu studieren, falsch lag.
Vielleicht hat er es studiert, weil seine Eltern es wollten oder warum auch immer, aber nicht, weil er es selber wirklich wollte.
Man sieht ja zuerst immer nur die Fakten („uff, da hat er so lange studiert, und was hat er jetzt davon?“), aber nicht die Hintergründe.
Aber eine andere Möglichkeit für diesem taxifahrenden Lehrer wäre vielleicht auch, dass er vor der Aufgabe stand, zu kämpfen?
Er hätte vielleicht in ein anderes Bundesland gehen können. Oder sich in dieses Kontingent als Vertretungslehrer einschreiben können, auch wenn er da vielleicht einige Jahre als Vertretungslehrer arbeitet, bevor er eine eigene Klasse bekommt.
Was ich damit meine, ist, das er vielleicht selber für sich die Lernaufgabe hatte, für seinen Traumberuf umzuziehen oder wenigstens zunächst etwas anderes in Kauf zu nehmen.



Danke auch für deine Anwort, Serafina! Also du meinst, dass es vielleiht gar nicht SEIN Beruf war,also gar nicht die Erfüllung in seinem Leben, die er dann eher als Taxifahrer fand. Das wäre dann ja so, wenn man in seinem eigenen Ziel, ich sag mal so: auf Abwege geraten würde und das Schicksal oder das Karma einen auf den anderen, vormals ausgesuchten Weg zurückführen würde. Oder man, also wir in unserer Seele, haben uns vorher einen Weg überlegt, von dem wir dann weg geraten und dann irgendwie durch einen Zufall, der keiner ist, wieder auf den eigentlichen Weg zurückgeführt werden. Das wär dann auch die Sache mit den Zufällen, ich glaub nämlich nicht an Zufälle, aber dafür haben wir ja einen anderen Thread hier.

Pat: Irgendwie passt das sogar. Ich kenne den nämlich, also den Taxifahrer, der eigentlich Lehrer ist. Und es könnte zu ihm passen, dass er so eine Aufgabe hätte. Die er dann umgangen ist. Quatsch, ich lasse das mal mit dem „hätte“ und „könnte“. Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen, alle diese Überlegungen, von denen du schreibst, hatte er nämlich auch. Und wollte das nicht. Also passt es echt, dass er sich dieser Lernaufgabe für sein Leben nicht gestellt hat. Also er fand, dass er beimTaxi mehr Geld machen kann und auch unterhaltsamer und bequemer und so.
Das hab ich aber erst neulich erfahren, letzten Sonntag hab ich ihn wieder getroffen und wir haben nochmal so darüber gequatscht. Ich hab ihm nichts gesagt und so, aber dachte die ganze Zeit „Das hat Pat geschrieben!“
Hey, mit Hellsehern zu diskutieren bringt ja irgendwie gar nichts!
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