Leben zu kurz - nochmal auf Anfang


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Leben zu kurz - nochmal auf Anfang

Beitragvon Otherworld-Fan » Sa 7. Dez 2013, 04:36

Hallo,

Geht es euch auch so, dass ihr denkt, das Leben ist viel zu kurz? Habt ihr auch so viel vorgehabt, oder früher von so vielen Dingen geträumt und merkt jetzt, dass ihr immer älter werdet und irgendwie gar nicht alles gemacht habt?
Aber was rede ich um den heißen Brei herum.
Meine langjährige Lebensgefährtin hat mich verlassen.
Nicht jetzt in dieser Zeit, es liegt schon einige Wochen zurück.
Und jetzt habe ich diese Gedanken...
Sie wollte nie Kinder. Ich jedoch schon. Und jetzt sitze ich hier und mein Leben kommt mir so leer vor. Und wenn ich zurückrechne, dann weiß ich, dass meine/unsere Kinder heute schon fast groß wären.
Dies macht mich gerade sehr traurig. Es scheint mir so, als ob ich einen wichtigen Teil meines eigenen Lebens verpasst habe.
Aber es ist vorbei, die Zeit ist verstrichen und wir haben keine Kinder. Man kann die Zeit nicht zurückdrehen und neu anfangen...

Dennoch möchte ich keinen Trost von euch, sondern ein interessantes Gespräch.
Ob ihr versteht, was ich meine, wie es euch in euerm Leben geht und wie zufrieden ihr seid. Danke euch!
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Re: Leben zu kurz - nochmal auf Anfang

Beitragvon Yvonne » Sa 7. Dez 2013, 16:57

Hallo Otherword-Fan,

auch wenn du keinen Trost möchtest, möchte ich dir aber sagen, dass es mir leid tut für dich. Wenn man so lange zusammen war!

Das mit der Zeit und dem Leben verstehe ich. Ich habe auch manchmal solche Gedanken. Auch meine Vergangenheit betreffend, ob ich es besser anders gemacht haben könnte. Auch wenn ich mir so vorstelle, was gewesen wäre, wenn alles anders geworden wäre.
Gerade jetzt um Weihnachten und Jahreswechsel bin ich oft in Gedanken versunken. Allgemein bin ich zufrieden in meinem Leben, aber es gibt auch Dinge, die ich mir anders gewünscht hätte. Ich denke auch über mich selber nach, denke, dass ich manchmal zu ungeduldig bin. Und ich denke darüber nach, ob ich bei meinen Kindern alles richtig gemacht habe.
Ja, die Zeit vergeht zu schnell, das stimmt.
Dass dein Kinderwunsch nicht erfüllt wurde, tut mir leid.
Darf ich dich fragen, wie alt du bist? Warum sollte man nicht auch, wenn man vielleicht schon älter ist, noch Vater werden können?
Yvonne
 
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Re: Leben zu kurz - nochmal auf Anfang

Beitragvon ojenny » So 8. Dez 2013, 00:13

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Hi Otherworld-Fan,

das ist das, was mir dazu einfällt.
Schon als ich es zum ersten Mal hörte, fand ich sehr berührend.
Auch wenn es sich schwermütig anhört. Die Aussage ist doch: Du lebst nur einmal - mach was draus!

Liebe Grüße,
ojenny :ciao:
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Re: Leben zu kurz - nochmal auf Anfang

Beitragvon Parafreak » So 8. Dez 2013, 01:36

Hi, ja, das „mach was draus“ ist es ja wohl, was dich beschäftigt, oder, Otherworldi? Ich glaub ich weiß was du meinst. Wenn es das ist, was ich auch manchmal denke. Aber weißte, man kann doch immer noch was aus seinem Leben machen. Es ist echt jetzt nicht so einfach darauf zu antworten, ohne dass es so platt klingt. Morgen ist auch noch ein Tag und so. Oder: hey, du kannst noch ganz viel machen, es sei denn, du flätzt dich gerade auf dem Sterbebett rum und der Pfarrer war für die letzte Salbung schon da. Dann würd vielleicht auch deine Ex nochmal vorbeischauen. Boah, ich dreh ab. Aber kennste das, wenn du dir vorstellst, dass du stirbst und alle samt Kollegen und Chef und Nachbarn sind an deinem Grab versammelt und bereuen! „Ach, wär ich doch nur netter zu Parafreak gewesen“, „Ach, war doch eigentlich gar nicht so schlimm, dass er nachts so laute Musik anhatte“, „Oh, dass er bei den spannendesten Stellen im Film mit seinen Chipstüren geraschelt hat, ach, hätt ich bloß nicht mit ihm Schluß gemacht!“, „jetzt, wo er tot ist, merk ich erst, was für ein feines Kerlchen er war!“
Und wenn ich dann solche Gedanken habe, dann könnte ich wie ein Wolf den Mond anheulen.
Ob ich mit meinem Leben zufrieden bin, fragst du. Das fragst du mich?? Also ne, doch, okay, es könnte besser laufen; aber so wie es gerade läuft, ist es nicht das Schlechteste. Auch nicht gerade das Beste, aber geht schon. Aber es ist ja noch nicht aller Tage Abend.
Aber weißte, dieses ganze „Hätt ich nur, warum hab ich nicht, ach, wär doch nur und so“ bringt einen auch nicht weiter. Auch wenn du jetzt denkst, du hättest was falsch gemacht oder was anders machen können, woher willste wissen, dass du jetzt damit glücklich wärst? Vielleicht würdeste jetzt denken, ach, hätte ich nur keine Kinder! Wär ich nur ein einsamer Wolf geblieben! Das Leben ist eben keine Margarine-Werbung, wo die ganze Familie im sonnendurchfluteten Esszimmer sitzt und sich gegenseitig liebevoll anlächelnd den Brötchenkorb reicht. Denk einfach, so wie es ist ist es gut, Otherworldi! Bereue nichts! Du hast dich irgendwann mal für die Frau entschieden, die keine Kinder wollte und das war damals eben richtig für dich. Sonst hättest du die Brünette von gegenüber genommen, die jetzt 3 Kinder hat, sag ich mal so plump.
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Re: Leben zu kurz - nochmal auf Anfang

Beitragvon Serafina » So 8. Dez 2013, 10:52

Hi, Otherworld! Das ist ja nun mal ein tragisches Ereignis, welches dich da getroffen hat und ich kann deshalb deine Gedanken gut verstehen. Ich denke jedoch genauso wie Parafreak. Irgendwie hat wohl jeder Mensch im Leben Situationen, in denen er sich fragt:"Was habe ich falschgemacht ... und hätte ichbloß das und das anders genacht!" Man entscheidet in seinem Leben immer aus der jeweiligen Situation heraus... und würde dann später vielleicht alles anders machen. Das ist nun einmal so mit unsMenschen!
Ich selber habe mich natürlich auch schon gefragt, "warum haste dich damals nicht anders entschieden? Wie blöd warst du nur?" Tja, heute bin ich im großen ganzen mit meinem Leben zufrieden. Natürlich könnte vieles noch besser laufen, aber ist eben nicht.
Du kannst immer neu anfangen, Otherworld ... und wenn der Trennungsschmerz erstmal abgeebbt ist, dann "Schwamm drüber und gut is"! Ganz liebe Grüße und ein großes Daumendrücken!!!
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Re: Leben zu kurz - nochmal auf Anfang

Beitragvon Otherworld-Fan » Mo 9. Dez 2013, 01:32

Hallo,

dankeschön für eure Antworten!

:minnismiliesa47:

Und, Parafreak, ich habe zum ersten Mal seit Wochen richtig schallend gelacht!
Dafür danke ich dir besonders, dass du mich so zum Lachen gebracht hast!

Es ist natürlich richtig, was ihr schreibt. Wenn ich es so lese, kann ich nur nicken. Wahrscheinlich hätte ich dies, genau dies, auch an jemanden anderen geschrieben.
Aber ich glaube, wenn man es selber gerade durchlebt, dann fühlt es sich anders an. Ich habe das Gefühl, dass ich zu bequem war. Es lief eben einfach, auch wenn es nicht unbedingt nach meinen Wünschen lief, aber ich habe es hingenommen. Und jetzt denke ich, dass es mir mein Leben versaut hat.
Ich hadere gerade sehr mit meinem Schicksal…. aber ich danke euch trotzdem!
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Re: Leben zu kurz - nochmal auf Anfang

Beitragvon ojenny » Mo 9. Dez 2013, 15:24

Du hast Dein Leben nicht versaut - sondern Du hast es in der Hand!
Liebe Grüße,
ojenny :ciao:
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Re: Leben zu kurz - nochmal auf Anfang

Beitragvon Eric » So 15. Dez 2013, 05:40

Ich habe auch so etwas:
Frage mich, warum ich nicht die Beamten-Laufbahn eingeschlagen habe. Jetzt ist es zu spät…
Hatte vor 20 Jahren darüber gelacht und fand es spießig, doch heute mit über 40 denke ich anders darüber.
Wirtschaftliche Sicherheit mit ein paar Privilegien ist doch nicht von der Hand zu weisen.
Zu spät.
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Re: Leben zu kurz - nochmal auf Anfang

Beitragvon ojenny » So 15. Dez 2013, 15:13

Das ging mir auch so.
Lehramtsstudium oder Logopädie?
Was mache ich? Logopädie.... Doppelt soviel Arbeit, halb soviel Lohn.
Aber: der tollere Job!
Gruß,
ojenny :ciao:
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Re: Leben zu kurz - nochmal auf Anfang

Beitragvon Parafreak » Di 17. Dez 2013, 03:45

Okay, aber weißte, das muss man sich auch erstmal leisten können!
Außerdem wird es heute immer schwieriger:

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