Zeit


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Zeit

Beitragvon Patricia » Fr 13. Mär 2015, 05:57

Hallo ihr!

Zeit.
Was ist Zeit überhaupt?
Gibt es nur eine für alle oder gibt es mehrere?
Oder ist alles eins, eine Zeit?
Kann man etwas aus einer anderen Zeit sehen?

Über diese und gerne weitere Fragen möchte ich mich mit euch austauschen.

Vorab eine kleine Geschichte:

Schon immer haben Menschen ja über ungewöhnliche Begegnungen mit rätselhaften Erscheinungen berichtet.
Es gibt (ja auch hier im Forum!) Berichte über Begegnungen mit Verstorbenen, von denen man zu diesem Zeitpunkt gar nicht wusste, dass sie verstorben waren.
Auch Berichte (ebenfalls auch von Usern hier) darüber, dass auf dem Bürgersteig Menschen gehen, die plötzlich verschwunden sind.


Vorgestern Nacht erlebte ich eine ähnliche Sache:

Ich fuhr über eine beleuchtete Straße, die von Büschen, Bäumen und auch ein paar Meter entfernter von Einfamilienhäusern umsäumt ist. (Für die Ruhrgebietler hier, die sich auskennen: Königsallee Bochum Richtung Stiepel)

Bis Höhe NS7 waren noch vereinzelt andere Autos unterwegs, aber je mehr ich Stadtauswärts fuhr, desto weniger Autos sah ich und ab Höhe Markstraße war die Straße leer.

Ich fuhr ca. 70 km/h, als ich weiter vor mir schwache Rücklichter eines anderen Autos sah. Dieses andere Auto fuhr wesentlich langsamer und ich fuhr kurz darauf direkt hinter ihm.
Es war ein sehr altes Auto, welche Marke es war, kann ich nicht sagen, aber es schien mir sehr sehr alt zu sein.

Es hatte eine sehr schmale Heckscheibe, die offenbar getönt war, denn ich konnte nicht durch sehen.

Ich fuhr eine zeitlang ziemlich dicht auf, weil ich das Kennzeichen sehen wollte. Das Kennzeichen hatte andere Maße als unsere heute, es war höher und kürzer und hatte eine andere Buchstaben/Zahlenkombination. Und es war kein "H" auf dem Kennzeichen, was mich wunderte.

Ich überlegte, ob jemand nachts probeweise mit einem Oldtimer fährt und fand es recht spannend, dabei zu sein.
Dies war interessanterweise ein starkes Gefühl von mir, als ob es etwas besonderes sei, hinter so einem Wagen herzufahren.

Er glitt ruhig mit ca. 45 km/h langsam über die Straße. Ich langsam hinterher.
Dann wurde von einer der Straßenlaternen das Innere kurz beleuchtet und ich sah durch diese getönte Heckscheibe, dass hinten offensichtlich 2 Männer mit Hut saßen. Oder es waren 2 Männer, die ihren Kopf an Kopfstützen lehnten?
Mich machte das neugierig, auch wegen dieses Gefühls, irgendwie bei etwas Besonderem dabei zu sein und ich fuhr auf die linke Spur, um langsam an dem Wagen vorbeizufahren.
Damit ich einen Blick hineinwerfen konnte - ich gestehe!

Ich fuhr also ebenso langsam neben dem Wagen her und die Insassen schienen mich gar nicht zu bemerken.
Meine Annahme, dass hinten 2 Männer mit Hut sitzen, bestätigte sich.
Der Fahrer (ohne Hut) sah nur geradeaus und schien mich wie gesagt gar nicht zu bemerken.
Mir fiel auf, dass der Wagen ganz kleine Seitenscheiben mit stark abgerundeten Ecken hatte. Der Wagen hatte keinen Kofferraum, sondern war hinten steil. Der Kotflügel vorne war hoch und eher lang, mit ebenfalls sehr abgerundeten Ecken.
Ich habe leider zu wenig Kenntnisse über Automarken und Oldtimer und kann daher echt nicht sagen, was für ein Auto es war.
Nur, dass es sehr alt war. Wie aus einem Film aus den 20-gern vielleicht.

Ich hatte dann aber genug gesehen (geglotzt!) und gab wieder Gas, um weiterzufahren.

Und jetzt kommt´s:
Ich sah sofort in den Rückspiegel, um kurz einen Blick auf den Wagen von vorne werfen zu können - und der Wagen war weg!

Hinter mir lag die Landstraße verlassen da, ich sah nur im Schein der Laternen die weiße Markierung aufblitzen.
Es gibt in diesem Straßenabschnitt keine Einmündung, in die der Wagen hätte abbiegen können.
Ich bremste sofort, mein Überholmanöver war noch keine Minute her, und erwartete den Wagen dann hinter mir, was ja logisch wäre.
Aber nichts.




Habt ihr auch schon mal so etwas in dieser Art erlebt oder davon gehört?
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Re: Zeit

Beitragvon Patricia » Fr 13. Mär 2015, 05:59

Kennt ihr das "Phantom-Ereignis von Blida"?

Dort soll sich so etwas ähnliches ereignet haben:
Ein Reisebus fuhr mit einer Reisegruppe von 40 Touristen zu den Ruinen der Stadt Blida (3. Jahrhundert vor Christus), die südlich der Hauptstadt Algier liegt.
Auf einmal schritten römische Legionär-Soldaten an ihnen vorbei, der Offizier zu Pferde voran und gefolgt von einem Wagen mit Lebensmittel, der von Eseln gezogen wurde.

Eine Zeugin sagte aus, dass die Soldaten sehr erschöpft gewesen seien. Sie seien unrasiert gewesen und auf ihren Lippen seien Blasen gewesen. So deatilliert wurden sie von der Zeugin und von den anderen gesehen!

Sie seien direkt am Bus vorbeigelaufen und hätten weder dem Bus noch den Touristen einen Blick zugeworfen, also ob der Bus mit den Touristen (für sie) gar nicht existiert hätte.
Am Helm des Offiziers sollen rote und schwarze Federbüschel gewesen sein und er habe seine Soldaten direkt am Bus vorbei in die (Ruinen-) Stadt geführt, wo sie sich plötzlich vor den Augen der Touristen sozusagen in Luft aufgelöst hätten.

Diese unheimliche Szene wurde von ca. 25 Touristen eifrig fotografiert. Aber keines der Bilder zeigten später die Soldaten, sondern es waren nur die Ruinen von Blida zu sehen.

Dr. Howard Moser ist ein Wissenschaftler, der sich intensiv mit diesem paranormalen Ereignis auseinandersetzte und seine Ergebnisse in vielen europäischen Magazinen veröffentlichte.
Er vertritt die Ansicht, dass diese römischen Legionäre tatsächlich Menschen "aus Fleisch und Blut" waren und die Touristen sie zeitversetzt gesehen habe.
Sie haben einen Blick in die Vergangenheit erhalten, in die Zeit also, in der sich die Legionäre tatsächlich an diesem Ort aufgehalten haben.

Es wurden natürlich auch andere Erklärungen diskutiert:
Alle sehen dasselbe. Sogar detailliert. Kann es eine kollektive Halluzination gewesen sein? Die Antwort darauf lautete: Nein.
Eine Theatervorstellung für Touristen kann es nicht gewesen sein, weil auf allen Fotos ja nur die Ruinen zu sehen sind.

Dennoch waren diese Phantome offenbar nur in den Köpfen der Touristen anwesend.
Haben sie alle einen Blick in die Vergangenheit erhalten?

(Dieses Ereignis habe ich aus dem Buch: "Der Blick ins Jenseits II von Lars A. Fischinger:
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Re: Zeit

Beitragvon Albatros » Fr 13. Mär 2015, 14:31

Hallo Pat,

was du erlebt hast, ist ja wirklich abenteuerlich! Ich glaube, du hast einen Blick aus dem hiesigen Zeitfenster geworfen, bzw. wurde dir was aus einer anderen Zeit gezeigt.

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist eins.
Denn wir leben zwar jetzt im Moment, nehmen nur den Augenblick bewusst war, aber es sind alle Zeiten vereint.

Von solchen und ähnlichen Berichten habe ich schon gehört und ich wundere mich nicht. Dass Zeit relativ ist, ist bekannt.

Wie relativ, kann man sich gar nicht vorstellen!
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Re: Zeit

Beitragvon Serafina » Fr 13. Mär 2015, 18:39

Hallo Pat,
das war ein recht unheimliches Erlebnis. Aber ich glaube, dass es gar nicht so ungewöhnlich ist, wenn man derartige Erscheinungen sieht.
Ich denke, Albatros hat Recht, denn auch wir glauben, dass Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nebeneinander existieren und ablaufen, auf unterschiedlichen Ebenen also. Es muß wohl irgendwo einen Knotenpunkt geben, bei dem alle drei aufeinander stossen könnten.
Dir ist demnach ein altes Auto aus einer Parallelwelt begegnet, also aus der Vergangenheit.

Bea hatte im Alter von 13J. ein ähnliches Erlebnis.
Hier im Ort war Schützenfest und am Nachmittag gab's deshalb einen Jahrmarkt.
Bea wollte sich dort mit einer Freundin treffen und mußte deshalb auf einer längeren Straße laufen.
Als sie fast am Ziel angekommen war, hörte sie plötzlich Hufgetrappel hinter sich und sah zwei Kutschen mit jeweils drei Pferden bespannt. Die Kutschen hatten ziemlich große Räder und ähnelten alten Postkutschen, die so um 1820 noch die Straßen befuhren.
Die beiden Kutscher trugen schwarze Mäntel oder Jacken und hatten beide schwarze Zylinder auf dem Kopf. Sie fuhren Richtung Festplatz und Bea wunderte sich zwar über den Anblick, dachte jedoch, sie würden zum geplanten Umzug dazugehören und nun auf das Gelände einbiegen.
Aber nichts davon traf ein. Die Kutschen fuhren unbeirrt auf den Zebrastreifen zu und hielten nicht an, obwohl dort etliche Leute ständig die Straßenseiten wechselten.
Sie fuhren einfach weiter, durch die Menschen und Autos hindurch ... und lösten sich dann praktisch in Luft auf.
Scheinbar hatte keiner der Leute etwas bemerkt. Der Verkehr lief weiter.
Es war übrigens auch eine Straße ohne irgendwelche Abzweigungen.

Viele Grüsse
:bye2: Serafina
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Re: Zeit

Beitragvon ojenny » Fr 13. Mär 2015, 19:53

Ooooooh,
was ihr alle so erlebt.... :shok:
Pat, das ist ja der Hammer! Da verfolgst du ein Auto aus der Vergangenheit....

Eure Posts dazu, Serafina und Albatros, finde ich schlüssig und gut vorstellbar. Parallel existierende Zeitstränge, die sich vielleicht ab und zu in (unregelmäßigen?) Abständen mal kreuzen oder berühren.
Und nur wenige können diese Schnittstellen oder Berührungspunkte sehen. Das ist wahrscheinlich auch gut so - im Sinne der "Ordnung" des alltäglichen Lebens.
Wer weiß was passieren würde, wenn mehr Menschen diese Wahrnehmungen hätten?
Spannend!

Gruß,
ojenny :ciao:
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Re: Zeit

Beitragvon Freidenker » Sa 14. Mär 2015, 19:02

Hallo,

solche und ähnliche Geschichten sind bekannt.
Zweifellos kommt so etwas häufiger vor als man meint.
Ob es Parallelwelten sind, bezweifel ich.
Parallel bedeutet nebeneinander. Aber die Zeit läuft nicht nebeneinander, wie soll das gehen? Es gibt nur eine Zeit.
Richtig ist, das Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eins sind. Das Wissen von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist in der Gegenwart abrufbar,
wie die These über morphogenetische Felder erklärt.

Es gibt keine "Ordnung" eines Lebens. Das Leben ist Chaos und folgt keiner besonderen Struktur.
Der Mensch im Einzelnen erschafft sich für sich selber eine Struktur, der auch nur er selber folgen kann.
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Re: Zeit

Beitragvon Albatros » Sa 14. Mär 2015, 21:15

Hallo Freidenker,

kann das sein, dass du dich verschrieben hast?
Parallelwelten gibt es schon nur Parallelzeiten nicht, du meinst bestimmt Parallelzeiten damit.

Was Chaos und Ordnung betrifft, schließt da das eine das andere nicht aus. Das heißt, wenn man genauer hinsieht, wird das Chaos von einer Ordnung bestimmt. Die Ordnung zu dessen, was sich irgendwann (am jüngsten Tag??) zusammenfügt und Eins wird.

Die Zeit (Gegenwart, Vergangenheit, Zukunft) ist ebenfalls durch ihr Chaos der Abfolge von einer Ordnung bestimmt.

Gegenwart ist der Raum, in dem alle Prozesse ablaufen.
Nur durch Aufzeichnung der ablaufenden Prozesse in der Gegenwart entsteht eine fiktive Vergangenheit.
Die aufgezeichnete Vergangenheit gibt nur ungefähr den kausalen Verlauf der Prozesse wieder, eine hundertprozentige Aufzeichnung von Prozessen ist praktisch unmöglich.
Als das einzige real Existente wird nach Platon lediglich die Gegenwart angesehen.

Dieselbe Materie, die Bestandteil vergangener Ereignisse war, ist in der Gegenwart bereits Bestandteil neuer Ereignisse und kann deshalb der Vergangenheit keine Existenz mehr bieten.
Genau genommen bezeichnet das Wort „Gegenwart“ auch nicht den Ablauf von Ereignissen, sondern es bezeichnet Raum bzw. Entität.

Der reflektierende Verstand lebt nach Meinung vieler Philosophen nur in der Vergangenheit.
Um einen Gedanken hervorzubringen, bedürfe es ebenso einer gewissen Zeit und möge diese auch nur allzu kurz sein.
Weiterhin müsse diese Idee zum Ausdruck gebracht werden, was wiederum eine gewisse Zeit dauert.
Sobald ein Geschehen reflektiert wird, wäre es somit schon Vergangenheit.

Damit lässt sich sagen, dass der denkende Geist nur in der Vergangenheit, in der Erinnerung lebt. Gegenwart kann man somit nur unmittelbar, also ohne die Abstraktion des Verstandes erfahren.
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Re: Zeit

Beitragvon Serafina » So 15. Mär 2015, 08:41

Hallo und guten Morgen!
Wie das gehen soll? Weiß ich nicht, denn darüber streitet sich sogar die Wissenschaft. Es gibt etliche Befürworter dieser Theorie, aber natürlich auch viele Gegenargumente.
Was wahr ist, kann keiner wissen. Noch nicht!
Was hat Pat gesehen? Das Auto sah alt aus (genau wie bei Bea die Kutschen) und beide Erscheinungen lösten sich nach wenigen Augenblicken in Luft auf. Was war es dann, wenn nicht Bilder aus der Vergangenheit? Und wie kommen die dorthin, wenn es angeblich keine Parallelwelten oder eben Parallelzeiten geben kann?

:bye2: Serafina
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Re: Zeit

Beitragvon Parafreak » Do 19. Mär 2015, 02:09

Hi, weil parallel "nebeneinander" bedeutet und die Zeiten aber nicht nebeneinander sind. Irgendwie kann das nicht sein. Die Vergangenheit läuft ja nicht parallel von der Gegenwart, sie ist ja schon eigentlich vorbei, aber irgendwie sozusagen vielleicht unvollendet oder so.
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Re: Zeit

Beitragvon ojenny » Do 19. Mär 2015, 16:16

Hi ihr,
also gehen wir von einem "Zeitstrahl" aus? Und wenn dieser Zeitstrahl nicht geradlinig, sondern in Kurven und Schleifen verläuft?
Fragen über Fragen.

Gruß,
ojenny :ciao:
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